Anatomische Metaebene
Kurzfassung:
BodyBits:
BodyBits strukturieren Anatomie-Wissen durch Gewichtung und Bewertung. Sie helfen, Inhalte schneller zu erfassen, besser zu behalten und einzuordnen. Zugleich spiegeln sie unsere langjährige Erfahrung in der Anatomie-Lehre wider, inklusive Einschätzungen zu aktuellen und zukünftigen Lernzielen. Sie sind bewusst subjektiv, nicht prüfungsrelevant und laden zur Reflexion ein – kurz, pointiert und mit Freude an Anatomie.
Klinische Glanzlichter:
Klinische Glanzlichter zeigen exemplarisch, wie Anatomie direkt klinisch relevant wird. Es geht nicht um Prüfungsprioritäten, sondern um Meilensteine der Medizin und anschauliche Beispiele, die verdeutlichen, warum auch scheinbar abstraktes topographisches Wissen Bedeutung haben kann.
Lebensweisheiten eines Anatomen:
Als Ausdruck unserer Leidenschaft für Anatomie und Gestaltung finden sich im Lernatlas kurze Lebensweisheiten. Sie laden zum Innehalten, Nachdenken und Austauschen ein – über Anatomie hinaus. Nicht mit dem Anspruch, Recht zu haben, sondern um Perspektiven zu öffnen und etwas Bleibendes zu hinterlassen.
Langfassung:
BodyBits:
Mit BodyBits wollen wir Gewichtungen und Bewertungen einführen, um das Anatomie-Wissen zu strukturieren. Wir wünschen uns, dass man sich die Inhalte damit leichter erschließen kann und die erlernten Details besser im Gedächtnis behält und miteinander verknüpft. Wir geben in den Body bits auch eine Einschätzung wieder, was man momentan wissen sollte und was man an den Gegenstandskatalogen der Anatomie in Zukunft weiter reduzieren könnte.
Die Body bits sollen damit auch subjektivere Standpunkte auf einer Metaebene wiedergeben, die über die Vermittlung von Wissen hinausgeht und oder davon unabhängig ist. Nichts davon ist damit direkt prüfungsrelevant und muss daher auch nicht gelesen werden. Wir wollen Erkenntnisse oder auch Eindrücke formulieren, die sich daraus ergeben, dass wir seit bald 30 Jahren die Anatomie-Lehre überblicken und neben dem Unterricht an Universität auch viele Entwicklungen im Lehrbuchmarkt verfolgt und mitgestaltet haben. Neben der Retrospektive haben wir aber auch ein Auge auf zukünftige Entwicklungen, da wir bei der Gestaltung des NKLM (Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin) aktiv beteiligt sind, der die Grundlage der kommenden Approbationsordnung (AO) für die Medizin und in angepasster Form auch bereits für die neu eingeführte AO in der Zahnmedizin darstellt. Wir geben damit auch Einschätzungen "on the fly" wieder, was in Lehrbüchern nicht möglich ist und in Vorlesungen aus Zeitgründen oft entfällt. All das entsteht in einem diskontinuierlichen Prozess eher so, als würde man auf Twitter die Inhalte beim Lesen eines Anatomiebuchs reflektieren.
Vielleicht freuen sie sich ja, wenn sie mal den ein oder anderen Body bit finden und dieser für sie hilfreich oder aufmunternd ist. Für uns ist es auch wichtig, dass die Anatomie mit quowadis Spaß macht!
Klinische Glanzlichter:
Zusätzlich wollen wir auch ein paar „Klinische Glanzlichter“ hervorheben. Die oben beschriebene Gewichtung und Fokussierung bringt es mit sich, dass man sich wie in der Vorlesung dabei ertappt, dass alles Vorgetragene wichtig ist, weil das Unwichtige ja bereits gestrichen wurde. Aber auch bei den wichtigen Inhalten gibt es Beispiele, dass die klinischen Bezüge pure angewandte Anatomie sind. Es handelt sich bei den Glanzlichtern daher nicht um inhaltliche Gewichtungen für irgendwelche Prüfungen, sondern beschreibt Meilensteine der Medizin oder auch Beispiele, anhand derer verständlich wird, dass scheinbar nutzloses topographisches Wissen klinisch relevant werden kann, selbst wenn es nur in selten Fällen ist.
Lebensweisheiten eines Anatomen:
Die Lern-Plattform quowadis ist Ausdruck unserer Leidenschaft für Anatomie und Graphic Design (The ART of ANTOMY oder The ANATOMY of ART). Daher haben wir 2026 die Lebensweisheiten eines Anatomen aufgenommen. Sie sind über den gesamten Lernatlas verstreut und bieten die Möglichkeit, innezuhalten und über die Inhalte und Botschaften nachzudenken, und diese auch mit Freunden und Freundinnen oder der Familie zu diskutieren. Am Ende des Lebens, dessen Eintreten über eine langen Abschnitt des Lebens nicht abschätzbar ist, sind es diese sozialen Kontakte, die zählen! Und nicht, was man im Beruf erreicht hat, für den wir mit quowadis den Grundstein legen wollen. Vielleicht bleibt also etwas auf Dauer. Und dabei ist völlig gleich, ob man selbst bei der Reflexion zu anderen Einsichten kommt. Wie bei allen Lebensweisheiten geht es nicht darum, "Recht zu haben", auch wenn wir Anatomen in manchen Situationen so erscheinen mögen.